Licht und Schatten bei Frankfurter Rückkehrern nach Augsburg

Pfiffe für Hinteregger, Lob für Kohr

Martin Hinteregger

Keine Punkte und die Gelbe Karte: Martin Hinteregger im Spiel gegen den FCA. imago images

Denn der Abräumer spielte eine gute zweite Halbzeit und mitverantwortlich für den Aufschwung nach der Pause. Zum Seitenwechsel war Kohr für den unglücklich agierenden Djibril Sow gekommen und nicht nur wegen seiner Vorlage für Goncalo Paciencias Anschlusstreffer eine echte Belebung. "Er hat in den vergangenen Wochen bewiesen, dass er ein gutes Spieler ist, der uns helfen kann. Das hat er in der zweiten Halbzeit gezeigt", lobte Trainer Adi Hütter.

Kohr war dennoch nicht zufrieden: "Die erste Halbzeit haben wir komplett verschlafen und sind verdient in Rückstand geraten. In der zweiten Halbzeit waren wir engagierter, aber das hat gegen diesen Gegner nicht gereicht." Seinem Ex-Arbeitgeber zollte er Respekt: "Augsburg hatte nichts zu verlieren in dieser Situation. Hier ist immer Ruhe, wenn es mal nicht läuft, die Leute glauben an sich. Das hat man heute von der ersten Minuten an gesehen."

Hinteregger dagegen, der bei seiner Länderspielreise mit Österreich wegen des deutlichen Überschreitens des Zapfenstreichs vor dem Spiel suspendiert wurde, wurde in Augsburg durchgehend mit Pfiffen bedacht. Nach seinem Leih-Transfer im Winter nach deutlicher Kritik am damaligen Trainer Manuel Baum, war auch der endgültige Wechsel im Sommer von vielen Nebengeräuschen begleitet. Während viele Fans im Januar eher noch auf der Seite von Hinteregger waren, scheint er inzwischen jegliche Sympathien verspielt zu haben. "Sie haben ihn sehr positiv gesehen, von daher war ich schon überrascht", sagte FCA-Manager Stefan Reuter nun über die Pfiffe: "Es war kein Nachteil, dass die Fans bedingungslos hinter unserer Mannschaft standen. Das hat die Stimmung ein bisschen mit angeheizt."

Patrick Kleinmann/dab