SpVgg: Neuzugänge Hrgota und Nielsen wissen zu gefallen

Skandinavien-Sturm hebt Fürth auf ein neues Niveau

Tobias Mohr, Julian Green, Branimir Hrgota & Havard Nielsen

Je ein Tor beim Startelf-Debüt: Fürths Branimir Hrgota (2.v.r.) und Havard Nielsen (r.). picture alliance

In der Vorsaison stellte Fürth mit nur 37 Toren (1,09 Tore pro Spiel) die zweitschlechteste Offensive der 2. Liga. Alleinunterhalter Daniel Keita-Ruel hatte mit zehn Treffern für 27 Prozent der Kleeblatt-Treffer gesorgt. Über den Sommer aber hat sich die Spielvereinigung vor allem in diesem Problembereich breiter aufgestellt. Die Verpflichtungen von Hrgota (Eintracht Frankfurt) und Havard Nielsen (Fortuna Düsseldorf) könnten sich als absolute Glücksgriffe entpuppen. Das sah offenbar auch Trainer Leitl so, der in Bielefeld überraschend Keita-Ruel, Marvin Stefaniak und Jamie Leweling auf der Bank ließ und stattdessen den neuen Skandinavien-Sturm in die Startelf beorderte.

"Sie haben in den letzten beiden Spielen nach den Einwechselungen unser Spiel auf ein anderes Niveau gehoben", erklärte Leitl die Maßnahme, die sich direkt auszahlen sollte: Rechtsaußen Hrgota erzielte in der 4. Minute das 1:0, Stoßstürmer Nielsen erhöhte 18 Zeigerumdrehungen später Minute per Kopf auf 2:0. "Es freut glaube ich alle, dass wir zwei Tore geschossen haben", so Hrgota. "Natürlich ist es für mich wieder etwas Neues, von Beginn an zu spielen. Ich fühle mich gut, ich habe versucht, alles was ich kann, offensiv einzubringen. Ich freue mich über mein Tor. Auch für Havard ist es toll, dass er ein Tor schießt."

Spielersteckbrief Nielsen

Nielsen Havard

Spielersteckbrief Hrgota

Hrgota Branimir

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Vier Spiele ungeschlagen

Allerdings brachten die Franken wie schon in der Vorwoche in Hannover (1:1) die Führung nicht über die Zeit. Ein verwandelter Foulelfmeter von Fabian Klos (28.) brachte die Arminia wieder heran. In der zweiten Hälfte verlor Maximilian Sauer seinen Gegenspieler Joan Simun Edmundsson aus den Augen, sodass dieser frei zum 2:2 einköpfen konnte (62.). Der Rechtsverteidiger scheint die Achillesferse im Spiel der Weiß-Grünen zu bleiben. "Wir haben lange gut dagegengehalten, waren dann ein Mal nicht so ganz aufmerksam, wie in Hannover auch schon, und bekommen das Gegentor. Insgesamt ist es aber ein gerechtes Unentschieden. Ich denke, mit einem Punkt können wir zufrieden sein", resümierte Linksverteidiger Maximilian Wittek. "Wir sind jetzt seit vier Spielen ungeschlagen, das ist nicht selbstverständlich", befand auch Leitl.

Doppelter Test am Donnerstag

Um in der Länderspielpause im Rhythmus zu bleiben, hat die SpVgg am Donnerstag gleich zwei Testspiele gegen Drittligisten angesetzt: Am Vormittag empfängt Fürth die SpVgg Unterhaching, am Nachmittag geht es gegen die Würzburger Kickers. Der Konkurrenzkampf in der Offensive dürfte dabei weiter geschürt werden.

Wittek bleibt - Parker auch

Derweil blieb es auf dem Transfermarkt überraschend ruhig. Die potenziellen Verkaufskandidaten Maximilian Wittek, Sascha Burchert und Daniel Keita-Ruel, die eine Ablöse hätten einspielen können, blieben an Bord. Genauso wie Shawn Parker und Daniel Steininger, die das Kleeblatt gerne noch abgegeben hätte. Zwar ist das Transferfenster nun zu, doch dürfte bei Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi dennoch kaum Langeweile aufkommen: Die Verträge der Leistungsträger Burchert, Marco Caligiuri, Wittek, Tobias Mohr, Julian Green und Keita-Ruel laufen am Saisonende genauso aus wie die von Marius Funk, Maximilian Bauer, Sauer, David Raum, Elias Abouchabaka (Leihe), Steininger und Parker.

cru

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