Kleeblatt-Joker tragen entscheidend zum Sieg bei

Hrgota: "Es war schön, wieder zu zocken"

Branimir Hrgota

Vorlagengeber: Branimir Hrgota assistierte Julian Green zum 1:0-Siegtreffer. imago images

"Wir wussten, was auf uns zukommt - dass es ein sehr schwieriges Spiel wird, dass es viel in intensive Zweikämpfe geht", rekapitulierte Leitl das Geschehene im Anschluss an die Partie. Der Coach hatte sich zunächst eine sichere Defensivarbeit auf die Fahnen geschrieben, dementsprechend "taktisch reagiert und mit einer Doppelsechs" um Hans Nunoo Sarpei und Paul Seguin spielen lassen. Mit dem Fokus auf Sicherheit und Fehlervermeidung avancierte die Begegnung in den ersten 45 Minuten zu vielem - aber nicht zu einem Leckerbissen.

Nach einem sowohl chancen- als auch niveauarmen ersten Durchgang folgte allerdings ein beherzter Auftritt der Franken. Das Kleeblatt unterband nicht nur "die vielen langen Bälle" der Regensburger - übrigens das einzige Mittel, zu dem die Oberpfälzer an diesem für sie durchwachsenen Nachmittag im Stande waren -, es spielte "mit mehr Tempo Fußball. Zielstrebiger und direkter", wie es Julian Green es auf der vereinseigenen Website ausdrückte.

Hrgotas vermeintlicher Premierentreffer zählt nicht

Eben jener Green war es auch, der in der 74. Minute das Tor des Tages markierte. Dem Treffer ging jedoch ein wohl entscheidender Kniff des Trainers voraus: die Einwechslung von Branimir Hrgota. Der Schwede, dessen Arbeitspapier bei Ex-Arbeitgeber Eintracht Frankfurt ausgelaufen war, erwies sich sofort als belebendes Element im Offensivspiel ("Der Trainer hat gesagt, ich soll mutig sein, mein Eins-gegen-eins suchen und Chancen kreieren") und fand es einfach "schön, wieder zu zocken". Nach einer Koproduktion mit dem anderen Joker respektive Neuzugang, Havard Nielsen, fand Hrgota mit einer Flanke den zuvor erwähnten Green, der den Ball mit dem Kopf in den Maschen versenkte und seine gute Leistung (kicker-Note 2,5 und Spieler des Spiels) krönte.

Nur sieben Minuten später jubelte der Großteil der 9665 Zuschauer im Sportpark Ronhof erneut, doch Hrgotas Premierentreffer wurde aufgrund einer Abseitsstellung Tobias Mohrs die Anerkennung verweigert. "Klar, das mit dem Videobeweis ist schade, aber das Wichtigste ist, dass wir die drei Punkte haben", so Hrgota, dem trotz einer ansprechenden Performance vorerst weiter ein Bankplatz bleibt - doch das aus einem guten Grund: "Ich muss langsam starten, weil wir keine Verletzung riskieren wollen", begründete der Offensivmann seine aktuelle Rolle, die er wohl auch am kommenden Samstag (13 Uhr, LIVE! bei kicker.de) in Hannover einnehmen wird.

Bange wird ihm gegen den Bundesliga-Absteiger nicht, denn: "Wir sind alle sehr jung, und junge Spieler haben viel Mut." Auch Green schlägt in dieselbe Kerbe: "Wir sind alle super Fußballer und auf dem Platz verstehen wird uns gut. Auf dieser Leistung heute können wir aufbauen."

kög