FCK geht mit "Demut" und "nachhaltig" in die neue Saison

Bader: "Wir müssen nicht unbedingt aufsteigen"

Martin Bader

Nimmt den Druck von der Mannschaft: Martin Bader erhebt den FCK-Aufstieg nicht zum Saisonziel. imago images

Natürlich gehe es darum, eine Mannschaft zu entwickeln, die erfolgreich Fußball spiele. Die Vorbereitung sei kurz, aber intensiv gewesen. Erst spät habe man damit anfangen können, die Mannschaft zusammenzustellen (wobei sich die Neuzugänge, wie Trainer Sascha Hildmann anmerkt, "pflegeleicht" ins Team integrieren). Und natürlich seien für einen Verein wie den 1. FC Kaiserslautern auch die wirtschaftlichen Bedingungen in der 3. Liga schwierig, so dass der Klub eigentlich so schnell wie möglich aus dieser Liga raus müsse. Auf der anderen Seite habe man langfristige Sponsorenverträge abgeschlossen, mit denen die entstehenden Defizite überbrückt werden könnten. Daher seien auch die neuen Spieler mit langfristigen Verträgen ausgestattet worden und zudem die Leistungsträger erhalten geblieben: "Wir wollen über einen langen Zeitraum was entwickeln." Dennoch gehöre man nicht zu den Vereinen der Liga mit den Top-Etats.

Die Hauptbotschaft ist klar: Es gäbe eine Reihe von Klubs, die oben mitspielen können und der FCK wollte da mit dabei sein. Aber: "Wir sind nicht wirtschaftlich getrieben. Wir müssen nicht unbedingt in die 2. Liga aufsteigen." Also "keine großen Sprüche", sondern "Demut" und "Nachhaltigkeit".

Nachgelegt werde auf dem Transfermarkt bis Saisonstart nur noch, wenn "grundsätzliche Verletzungen" passieren würden. "Wir haben einen kleinen Kader, aber wir vertrauen unseren Spielern", so Bader weiter.

Hildmann setzt auf Hemlein als Kapitän

Trainer Hildmann setzt für die Partie gegen Unterhaching und darüber hinaus auf Christoph Hemlein als Kapitän. "Er hat für den Mannschaftsrat die meisten Stimmen bekommen." Dennoch behält er sich vor, auch andere Spieler aus dem Mannschaftsrat künftig als Kapitän aufs Spielfeld zu schicken.

Verzichten muss er zum Drittligaauftakt nicht nur auf Anas Bakhart (entzündeter Zeh), Lukas Gottwalt (Knochenmarködem im Knie), Simon Skarlatidis (Haarriss im Knie), Janek Sternberg (Muskelfaserriss) und die Langzeitverletzten Dylan Esmel und Lukas Spalvis. Auch Neuzugang José Matuwila (zuletzt Energie Cottbus), in der Vorbereitung noch gesetzt, fehlt wegen seiner Gelb-Roten Karte am letzten Drittligaspieltag bei Eintracht Braunschweig. Wer ihn in der Innenverteidigung ersetzen wird, lässt Hildmann noch offen. Er nennt aber die Namen André Hainault oder Jonas Scholz, es könnten aber auch Carlo Sickinger oder Gino Fechner aus dem defensiven Mittelfeld nach hinten rücken. Ein Fragezeichen steht wegen einer Trainingsblessur zudem hinter dem Einsatz von Andri Runar Bjarnason.

sam