Bayreuth nimmt die zugedachte Rolle nicht an

Aschaffenburg: Raus aus der Gefahrenzone

Jochen Seitz

Will sein Team erneut zum Klassenerhalt dirigieren: Viktoria-Coach Jochen Seitz. imago images

In den 80er-Jahren trafen sich Aschaffenburg und Bayreuth viermal auf Zweitligaebene - die Zeiten sind für beide Traditionsklubs aber längst vorbei. Vielmehr rutschten sowohl die Viktoria als auch die SpVgg bis in die Oberliga ab. Nun trifft man sich zumindest in der Viertklassigkeit wieder, zum fünften Mal.

Die Bilanz spricht klar für Bayreuth, das zweimal gewann und zwei Unentschieden ergatterte. Und die Oberfranken sind es auch, die in der Wahrnehmung der Liga-Konkurrenten in der Spielzeit 2019/20 eine gute Rolle spielen werden. Bei der Trainerumfrage des BFV vor dem Auftakt wurde Bayreuth neben Ex-Zweitligist 1. FC Schweinfurt 05, dem ambitionierten Aufsteiger Türkgücü München und Wacker Burghausen mit auf den Favoritenthron gehievt.

Es wäre vermessen, über den Aufstieg zu reden, nachdem wir in der abgelaufenen Saison lange Zeit gegen den Abstieg gespielt haben.

Bayreuths Trainer Timo Rost

So auch von Aschaffenburgs Coach Jochen Seitz: "Großer Meisterschaftsfavorit ist für mich Aufsteiger Türkgücü München. Der 1. FC Schweinfurt 05, die SpVgg Oberfranken Bayreuth und vielleicht auch der VfB Eichstätt könnten dem ambitionierten Liganeuling Paroli bieten." Doch davon will SpVgg-Trainer Timo Rost nichts wissen: "Dass andere Trainer uns als Titelkandidaten nennen, ehrt und freut uns. Allerdings wäre es vermessen, über den Aufstieg zu reden, nachdem wir in der abgelaufenen Saison lange Zeit gegen den Abstieg gespielt haben. Wir haben den Anspruch, uns weiterzuentwickeln und der Gefahrenzone von Beginn an fernzubleiben."

Das ist auch das, was den Aschaffenburgern vorschwebt. "An unserer Zielsetzung hat sich im Vergleich zur letzten Saison nichts geändert. Wir wollen uns weiterentwickeln und verbessern. Punktetechnisch heißt das, dass wir diesmal möglichst nicht bis zum Ende um den Klassenerhalt zittern möchten", meinte Seitz. Ein gelungener Auftakt mit dem ersten Regionalligasieg gegen Bayreuth wäre dafür sicher eine gute Grundlage.

nik