MLS-Roundup: Der 14. Spieltag im Überblick

Rooney trifft aus über 60 Metern - Chaos in Toronto

Wayne Rooney und Alejandro Pozuelo

Torschützen mit unterschiedlichen Emotionen: Wayne Rooney und Alejandro Pozuelo. imago images

Wayne Rooney hat ganz offensichtlich nichts verlernt. Also zumindest nicht, wie man Tore aus Entfernungen erzielt, bei denen andere eher zum eigenen Torwart zurückspielen würden. Sei es 2014 im ManUnited-Trikot bei West Ham, 2017 im Everton-Trikot gegen, jap, West Ham - oder 2019 im DC-United-Trikot gegen Orlando City.

Beim Ligaspiel gegen das Team aus Florida setzte der Rekord-Torschütze der englischen Nationalmannschaft in der 10. Minute ansatzlos zum Distanzschuss aus 64 Metern an und düpierte Orlandos Schlussmann Brian Rowe, der sich ein verschämtes Grinsen nicht verkneifen konnte. Es war tatsächlich das Tor des Tages, weil ein späterer Treffer von Ulises Segura nach VAR-Einschreiten zurückgenommen wurde.

Durch die drei Punkte gegen das Team von Nani, der anderen ManUnited-Ikone, liegt DC United weiterhin voll auf Play-off-Kurs. Dem Hauptstadtklub (Tabellendritter) fehlen nur zwei Zähler auf Spitzenreiter Philadelphia Union, der gleichzeitig nicht über ein 1:1 bei den New England Revolution hinauskam (Ex-Zweitligastürmer Kacper Przybylko traf in der 84. Minute zum Ausgleich).

Elfmeter nach Schlusspfiff: In Toronto wird es kurios

Auch Meister Atlanta bleibt im Rennen um die Krone der Eastern Conference, wenngleich United eine wilde Partie in Toronto kurios verlor. Den frühen Rückstand durch Tsubasa Endoh (1.) hatten "Pity" Martinez (17., HE) und Julian Gressel (22.) gedreht, ehe Torontos teurer Sommer-Einkauf Alejandro Pozuelo schnell wieder ausglich (27.).

Wirklich wild wurde es in den Schlussminuten: Erst bekamen die Kanadier in der dritten Minute der Nachspielzeit einen fragwürdigen Elfmeter nach angeblichem Foul von Florentin Pogba zugesprochen, den Pozuelo zum 3:2 verwandelte (90.+4), dann ging es auf der Gegenseite noch dramatischer zu.

Eine Freistoßflanke von Martinez brachte Atlantas Abwehrmann Leandro Gonzalo Pirez per Dropkick hoch vors Tor, wo Torontos Nick DeLeon den Ball mit der Hand ins Aus klärte. Schiedsrichter Alan Kelly hatte das zunächst übersehen und deshalb abgepfiffen, entschied nach VAR-Eingriff aber, und nachdem die Hausherren schon den Sieg bejubelt hatten, doch noch auf Elfmeter. Diesen wiederum setzte MLS-Rekordeinkauf Martinez deutlich über das Tor (90.+6) und es blieb beim 3:2.

mkr

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