Augsburgs Manager hofft auf Verkauf im Sommer

Reuter: Caiuby-Rückkehr "schwer vorstellbar"

Caiuby

Ob er noch mal das FCA-Trikot trägt? Caiuby. imago

Nach seiner um mehr als drei Wochen verspäteten Rückkehr aus der Winterpause wurde Caiuby vom FCA Ende Januar zunächst suspendiert, am vergangenen Donnerstag dann verliehen. "Für ihn ist das eine tolle Situation. Es wäre bitter gewesen, alleine zu trainieren. Wir drücken die Daumen, dass er eine gute Runde spielt und Grasshoppers Zürich helfen kann", sagt FCA-Manager Stefan Reuter.

Der von Thorsten Fink trainierte Klub ist seit dem Wochenende Letzter in der Schweizer Super League. Beim 0:1 im Kellerduell gegen Xamax Neuchatel am Sonntag stand Caiuby noch nicht im Kader. Der 30-Jährige hatte zuvor angekündigt, in seine Heimat zurückkehren zu wollen, der Wechsel in die Schweiz kam deshalb überraschend. "Es lag nichts aus Brasilien auf dem Tisch. Für uns und für ihn hat sich diese Option geboten. Wir glauben, dass es eine richtig gute Lösung ist", erklärt Reuter.

Wir wünschen beiden, dass sie eine gute Saison abliefern. Das bringt ihnen etwas - und uns unter dem Strich wahrscheinlich auch.

Stefan Reuter

Die Leihe ist bis zum Saisonende befristet. Für Reuter ist es allerdings "schwer vorstellbar", dass Caiuby (Vertrag bis 2020) nach zahlreichen Eskapaden noch einmal zum FCA zurückkehrt. Der Manager hofft vielmehr auf einen Verkauf im Sommer. Das gilt im Fall Caiuby ebenso wie für den zu Eintracht Frankfurt verliehenen Martin Hinteregger (Vertrag bis 2021), der sich mit seiner heftigen Kritik an Trainer Manuel Baum ins Abseits gestellt hatte.

"Wir wünschen beiden, dass sie eine gute Saison abliefern und gute Spiele machen. Das bringt ihnen etwas - und uns unter dem Strich wahrscheinlich auch", sagt Reuter. Nachdem die beiden Profis vom Mannschaftstraining freigestellt worden waren, befand sich der FCA zuletzt unter Zeitdruck und in einer schlechten Verhandlungsposition. Diese dürfte sich verbessern, wenn Caiuby und Hinteregger in ihren neuen Klubs gute Leistungen zeigen.

David Bernreuther